Zukunft Vielbrunn

Initiative für Mensch und Natur

Willkommen auf der Webseite der
 Initiative für Mensch und Natur
"Zukunft Vielbrunn"

  • P1020860
    P1020860
  • P1020861
    P1020861
  • P1020896
    P1020896


Von uns organisierter Protestmarsch gegen Windräder im Felgenwald bei Vielbrunn

Genehmigte und geplante Windkraftanlagen gefährden Grundwasser

Wir, die Bürgerinitiative Zukunft Vielbrunn, hatten am Sonntag, dem 18.06., zum Protestmarsch aufgerufen und viele Bürger waren diesem Aufruf gefolgt – weit mehr als 100 Personen haben mit einer Wanderung vom Sportplatz in Vielbrunn zum neuen Wasserwerk nahe dem Sansenhof gegen die Gefährdung ihres Grundwassers durch den Bau zweier genehmigter Windkraftanlagen demonstriert und damit aufgezeigt, wie sehr sie die Beeinträchtigung ihres Trinkwassers befürchten. Da der Tiefenbrunnen, der vor wenigen Jahren für mehrere Mio. Euro gebaut wurde, nicht nur die Bewohner des Höhenortes mit Trinkwasser versorgt, sind auch Würzberg sowie Kimbach und Momart beim Bau der Windkraftanlagen vom Risiko der Verschmutzung des Brunnens betroffen. Unterstützt wurden die Wanderer auf ihrem Protestweg durch ein Flugzeug des benachbarten Segelflugplatzes, das mit seiner Flughöhe die Höhe der geplanten 217-Meter-Anlagen aufzeigte.

Prominenten Unterstützer fanden wir beim ehemaligen Landrat der Bergstraße, Matthias Wilkes (CDU), der als Gastredner gewonnen werden konnte und der in seiner engagierten Rede die Landschaft als das kostbarste Gut der Region bezeichnete, welches „für die Nachkommen bewahrt werden müsse und durch Windräder nicht zerstört werden dürfe."

Unser Sprecher, Hans Joachim Büchs, machte in seiner Rede deutlich, dass die Gefährdung des Trinkwassers nicht einfach eine diffuse Angst darstelle, sondern damit zu erklären sei, dass in der Tiefe des Odenwälder Bodens einer Humus-Deckschicht von zwei bis vier Metern zerklüfteter und poröser Sandstein folge. Zusätzliche Gefahr gehe von den Munitions-Altlasten im Dreieck zwischen Boxbrunn, Gönz und Vielbrunn aus, die vor allem den Windrad-Standort an der Einfahrt zum Sansenhof beträfen. Durch die Ausschachtung für das Fundament der Windräder (in der Regel fünf Meter tief), könnten Risse in den Sandsteinschichten auftreten und damit die Filterwirkung des Regenwassers immens und irreversibel beeinträchtigen sowie giftige Schadstoffe aus der Wehrmachtsmunition ins Trinkwasser einfließen lassen. Dass dies nicht abwegig ist, zeigt die Formulierung im Genehmigungsschreiben des RP, nämlich „dass bei der Errichtung und dem Betrieb von Windkraftanlagen verschiedene Gefährdungen des Grundwassers und insbesondere des Trinkwasserbrunnens mit hinreichender Wahrscheinlichkeit auftreten“. Büchs machte deutlich, wie unzufrieden man in Vielbrunn mit den Lokalpolitikern gleich welcher Couleur sei, denn man fordere seitens BI und Ortsbeirat das Einzugsgebiet des Felgenwaldes als Trinkwasserschutzgebiet auszuweisen – bislang leider ohne nennenswerte Unterstützung seitens der Politik.

Als weiterer Redner der Kundgebung am Wasserwerk wies der Sprecher der Bürgerinitiative Kahlberg, Michael Karb, auf Planungsfehler von Windräder-Projektierern und Behörden bei der Berücksichtigung des Trinkwassers hin und prangerte an, dass "Trinkwasserquellen in den Gutachten schlicht übersehen werden“. Am Kahlberg musste ein weiteres Gutachten eingeklagt werden, mit dem ein Baustopp zumindest bis Ende Juni erwirkt werden konnte. Aber auch der Brand von Anlagen im Wald stelle eine nicht zu unterschätzenden Gefahr dar, da je Anlage 2000 bis 3000 Liter Öl und andere Fett- und Kühlstoffe brennen können. Ein sinnvoller Einsatz im Brandfall benötige 800 Liter Wasser pro Minute, das sei mit Tanklöschfahrzeugen nicht erreichbar, erklärte der als Feuerwehrmann tätige BI-Sprecher Michael Karb.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die sicherlich nicht die letzte Gegenwehr von uns Vielbrunnern sein wird.

Einladung zu unserer Veranstaltung


 

 

 

 

Liebe Vielbrunner,

nahezu unbemerkt von uns wurden in unserer direkten Nachbarschaft zwei Windkraftanlagen mit einer Höhe von 217 Metern im sogenannten Felgenwald (Nahe dem Golf-platz Sansenhof) genehmigt und die erste der Flächen heute (11.02.2017) gerodet


 

Waldgebiet mit Golfgelände am Sansenhof. Die WKAs würden zwischen Sansenhof und der gerodeten Freifläche gebaut.


Diese zwei Windräder wer
den nur der Auf- takt sein, da weitere Windräder von der bayerischen Seite aus geplant sind, der Ar- gumentation folgend, dass die Landschaft in unserer Nachbar- schaft dann sowieso so sehr vorbelastet ist, dass man keine weitere Rücksicht mehr nehmen muss. 

So sieht es nun (Stadt Freitag, 16.02.2017) aus. Gut zu erkennen ist die bereits von Bäumen geräumte Fläche.

Nach den NEUN beim Hainhaus bereits gebauten, und den zwei neu genehmigten WKA's, werden etliche neue Windräder folgen. Soll es bei uns in Vielbrunn so aussehen, wie es im Hunsrück bereits Realität ist?







Für alle, die sich näher zum Thema Windenergie informieren wollen, sei die ARD-Dokumentation

"Der Kampf gegen die Windräder"
empfohlen. Der Film lief am 01.08.2016 in der ARD,
untersucht die Frontlinien des "Kampfs um die Windräder" und wirft ein Schlaglicht auf die Auswüchse der Boom-Branche. Hier der Link zur ARD-Mediathek:

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/exclusiv-im-ersten-der-kampf-um-die-windraeder-102.html

 

Filmempfehlung:

Die ARD hat sich dem Thema Windkraft aber auch humoristisch genähert und im März die Komödie "Einmal Hallig und zurück" ausgestrahlt.
Zum Schmunzeln aber auch Nachdenken hier der Link zum Film:

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/sendung/einmal-hallig-und-zurueck-106.html

 

Ökologischer Sinn und Unsinn von Windkraft-Industrieanlagen

Hinter jeder Windkraft-Industrieanlage muss ein sogenann-tes "Schattenkraftwerk" stehen, das dann aktiv wird, wenn kein oder wenig Wind weht. Es können deshalb KEINE konventionellen Kraftwerke eingespart werden, ohne einen Zusammenbruch der Stromversorgung zu riskieren. Der Standby-Betrieb der (zumeist) Kohlekraftwerke erzeugt jedoch besonders viel CO2. Überschüssige Energie muss ins Ausland abgegeben werden, wofür dann teilweise noch Geld bezahlt wird, damit der Strom auch abgenommen und ein Zusammenbruch des Stromnetzes vermieden wird. Einen guten Cartoon mit vielen Erklärungen findet Ihr hier:




Neben der Frage vom eigentlichen Sinn und Unsinn von Windkraft-Industrieanlagen fallen im Zuge des Baus der WKAs auch größere Waldstücke durch Rodung zum Opfer. Auf dem Foto oben ist das Ergebnis einer solchen Rodung für ein Windrad zu sehen. 


Waldgebiete werden im Vergleich zu Agrarlandschaften weit weniger intensiv vom Menschen genutzt und sind daher ein wichtiges Rückzugsgebiet für viele bedrohte Tierarten. Die Entwicklung geht jedoch immer mehr hin zu industriellen Windparks in Waldgebieten, besonders in unseren Mittel-gebirgsketten. Gerade das Land Hessen trägt für die immer seltener werdenden Buchenwälder eine globale Verantwor-tung. Unser Odenwald gilt als das Synonym für Buchen-wälder, und das nicht erst seit der „Nibelungensage“. Daher müssen Buchen- und Buchenmischwälder auch außerhalb geschützter Gebiete eine Tabuzone für Windenergieanlagen sein.



Wertvolle und sehr alte Wald-bestände auf unserem hiesigen, nur scheinbar für den weiteren Ausbau eines industriellen Wind-parks geeigneten Hochplateau bei Vielbrunn, sind jedoch der Garant für die biologische Vielfalt rund um Vielbrunn. Der Wald ist der Lebens-raum unserer heimischen Wildtiere, die durch den weiteren Ausbau der Windenergie aus reinen Profitgründen immens gefährdet sind. Schon heute bedroht die Windenergie die Populationen zahlreicher Arten.

So sterben durch Windkraftanlagen in Deutschland zurzeit im Jahr bis zu 240.000 Fledermäuse und über 12.000 Greif-vögel.
Auch auf unseren Höhenzügen bei Vielbrunn leben sehr seltene Fledermausarten, wie zum Beispiel die Mopsfleder-maus (übrigens stehen alle in Deutschland heimischen Fledermausarten mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten). 

By C. Robiller / Naturlichter.de (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons


Ebenso sieht man bei uns sehr seltene Greifvögel, wie  Schwarz- und Rotmilan (sie werden besonders häufig Opfer von Kollisionen mit Windenergie-anlagen).


Hier das Foto eines geschlagenen Rotmilans


Aber auch der äußerst seltene Schwarzstorch, der neben dem Weißstorch die einzige in Europa brütende Art aus der Vogelfamilie der Störche ist, bevorzugt unsere Wälder mit Tümpeln und kleinen Bächen für seine Jagd nach Nahrung. Vielbrunn hat, wie der Name schon sagt, in seiner unmittelbaren Nähe einige Brunnen und Quellen, die dem seltenen Vogel die ideale Lebensgrundlage schaffen.

 

Quelle: Wikipedia - Karakal - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=503189

 



Die Wanderkorridore von gefährdeten Arten (z.B. der Kraniche) müssen in Wäldern außerhalb geschützter Gebiete frei von Windenergieanlagen bleiben.



Angesichts der Tatsache, dass die Bodenvibrationen der Windkraftanlagen zu einer Verdichtung des Erdreiches führen werden und damit das Versiegen von Brunnen und Quellen unausweichlich einhergeht, befürchten wir mit der Gefährdung des Wasserwerks Vielbrunn, das in unmittel-barer Nähe zu den neu genehmigten Standorten im Felgen-wald steht, eine Beeinträchtigung des Lebensraumes unserer Wildtiere sowie der Trinkwasserversorgung unseres Dorfes. Auch durch die anstehenden massiven Erdbewe-gungen wegen der Bauarbeiten der neuen Windkraftanlagen und den damit verbundenen Transportfahrten befürchten wir eine Beeinflussung des für uns so wichtigen Grund-wassers. Da bereits in der Vergangenheit durch fehlerhafte Baumaßnamen das Wasserwerk in der Hangenmühle nach elfjähriger Laufzeit seinen Betrieb einstellen musste, möchten wir das Risiko für das neue Wasserwerk an der Landesstrasse L3349 ausschließen. 

Durch die vorgenannten Baumaßnahmen werden jedoch auch unsere Waldameisen, die für den Wald so wichtig sind, nach und nach verschwinden, weil sie durch Bodenvibratio-nen empfindlich gestört werden. Damit sind diese Insekten doch so wichtig für unseren Waldboden.

Ameisenhaufen im Felgenwald


Beim weiteren, rein profitgesteuerten Ausbau der Wind-energie dürfen die Menschen und Wildtiere in unserer Region nicht die Verlierer sein. Wo existierende Anlagen Fledermaus- oder Vogelarten gefährden, müssen umgehend wirksame Vermeidungsmaßnahmen ergriffen werden, denn der Ausbau der Windenergie darf nicht zu Lasten von Natur und Wildtieren gehen. Dabei gilt, dass Wissensdefizite kein Vorwand zur Genehmigung von Windenergieanlagen sein können und dürfen.

Es gilt das Vorsorgeprinzip: Im Zweifel für den Natur- und Artenschutz.


Segelflugbetrieb des Flugsportclubs

Seit Jahren wehrt sich der Flugsportclub in Vielbrunn gegen den Bau von Rotoren in unmittelbarer Nähe (Felgenwald I) zum Fluggelände.

 

Blick vom Segelflugstart in Richtung Süden (Fotomontage, bislang sind nur zwei WKA genehmigt, jedoch ist der Blick durchaus authentisch)


Als dem Verein die Vorabgenehmigung für die geplanten Windräder nahe Vielbrunn, im sogenannten Felgenwald I, vor ca. zwei Jahren bekannt wurde - informiert wurde der Verein als Anlieger vom RP darüber nicht - sah man sich sofort dazu verlasst, neben der Bitte um Beistand der Lokal-politik auch den gerichtlichen Widerstand aufzunehmen. Schließlich wird der Flugbetrieb nicht nur stark einge-schränkt, sondern die Existenz des Vereins wird erheblich bedroht, denn die geplanten WKAs werden eine große Gefahr für Leib und Leben der Piloten und gerade des noch nicht so erfahrenen Fliegernachwuchses darstellen.  Anfang des Jahres wurde dem Verein zur Rücknahme der Klage geraten, da vom Verwaltungsgericht Darmstadt relativ deutlich signalisiert wurde, dass das Verfahren für den FSCM nicht von Erfolg gekrönt sein werde. 

Dabei war man beim Regierungspräsidium der Meinung (siehe Echo vom 12.02.2016), dass „es faktisch nicht zu Beeinträchtigungen des benachbarten Vereinsflugplatzes kommen werde". Woher diese Erkenntnis kommt, ist aller-dings schleierhaft, hatten die Luftsportler doch wiederholt, dezidiert und eindringlich dargelegt, weshalb die Windräder im südlichem Abflug nicht nur eine erhebliche Beeinträch-tigung des Flugbetriebes darstellen, sondern zu einer exis-tentiellen Frage für den Verein werden.

Es existiert ein dem RP bekanntes Gutachten, welches die Argumente des FSCM massiv untermauert. 



Den stichhaltigen Argumenten wurde aber offensichtlich keinerlei Bedeutung beigemessen und die Bedenken wurden nicht weiter geprüft, sondern in den Wind geschlagen. Denn sonst käme man seitens des RP wohl nicht zu dieser Einschätzung, die anscheinend lieber die Vernichtung eines alteingesessenen Sportvereins mit funktionierender Jugend-arbeit in Kauf nimmt, nur um die vordergründig grünen Ziele zu erreichen. 


Was bedeutet das nun alles für den Menschen in Vielbrunn?

Schall und Infraschall sind vermutlich schädlich für unsere Gesundheit. Der hörbare Lärm im tief-frequente Bereich ist in unserer ländlichen und ruhigen Region viel unangeneh-mer als in einer Industrieregion wegen des Unterschieds der Lärmsituation - ohne Wind ganz leise, mit Wind so laut wie im Industriegebiet. Durch die Pulsung der Töne (anders als beim Verkehr des gleichmäßige Rauschen) kann der Schall so zermürbend wirken wie ein laut tropfender Wasserhahn. Davon betroffen sind schon unsere Mitbürger am Bremhof. Bei den neuen Windrädern am Felgenwald werden auch die Vielbrunner Bürger betroffen sein, da die Windräder viel höher werden, als am Bremhof.

Der Infraschall kann uns alle krank machen. Das wird auf der internationalen Ebene schon lange ausgiebig diskutiert und es gibt deshalb schon etliche restriktive Konsequenzen. Infraschall eine eine so hohe biologische Relevanz, da er in Resonanz geht mit der Eigenfrequenz etlicher Organe und mit den Frequenzen der Gehirnwellen. Das wirkt dann vor allem auf den Schlaf. Gestörter Schlaf stellt - wie wir alle wissen - schere Folgen für die Gesundheit dar, insbesondere auch bei Kindern. Aus Angst vor solchen Gesundheits-schäden werden z.B. in Dänemark kaum noch Windenergie-anlagen gebaut und es läuft dort eine staatliche Untersuchung. 


Zusammenfassend bedeuten die neuen Windräder für Vielbrunn:


  • Die Lebensqualität der Vielbrunner Bürger sinkt drastisch

  • Mögliche gesundheitliche Belastung durch Lärm und Infraschall

  • Dramatischer Wertverlust (20 - 30%) von Immobilien

  • Beeinträchtigung oder sogar Vernichtung wertvoller Tier- und Baumbestände

  • Gefährdung des Segelflugbetriebs bis hin zur Existenzbedrohung

  • Zusammenbruch des bestehenden Tourismus und der Gastronomie im Ort

  • Gefährdung des Grundwassers

 


Deshalb Vielbrunner: Wehrt Euch! 

Unterstützt die Bürgerinitiative "Zukunft Vielbrunn" 

 


 

Heben Sie eine telefonische Kontaktmöglichkeit hervor und nennen Sie Ihre Adresse sowie die Kontaktzeiten und regelmässigen Treffpunkte.